Küstenlandschaft

Max Kaus

Küstenlandschaft

1923
Tuschfeder und Aquarell auf leicht genarbtem festen Bütten (gelaufene Postkarte)
10,2 x 15,2 cm


Max Kaus schreibt:
"Herzliche Grüsse von Arkona, wir konnten Sie leider vor der Abreise nicht mehr erreichen. Ihr Max Kaus u. Gertrud Kaus"

Über Max Kaus

Geboren: 1891 in Berlin
Gestorben: 1977 in Berlin

Am 11. März 1891 wird Max Kaus in Berlin geboren. Er schließt eine Malerlehre ab und besucht 1908 die Kunstgewerbe- und Handwerkerschule in Berlin-Charlottenburg. Daneben arbeitet Kaus als Dekorationsmaler. Erste Berührungen mit der Kunst der italienischen Renaissance bieten sich ihm durch das Kaiser-Friedrich-Museum. Er möchte als freier Maler arbeiten und so bezieht Kaus im Jahr 1913 sein erstes Atelier. Ein Reisestipendium führt ihn nach Paris und ermöglicht ihm im Frühjahr 1914 den Besuch der Kunstmetropole. Der Ausbruch des Ersten Weltkriegs zwingt Kaus jedoch zur vorzeitigen Heimkehr.
Er meldet sich freiwillig zum Kriegsdienst und lernt als Sanitäter 1916 u.a. die Künstler Erich Heckel, Anton Kerschbaumer und Otto Herbig kennen. Angeregt und inspiriert von Heckel schafft er Lithografien und Holzschnitte.
Diverse Aufträge für dekorative Malereien sichern ihm nach dem Krieg die Existenz. Kaus’ eigentliches Interesse gilt jedoch der freien Kunst – bald kann er erste Erfolge verzeichnen: Im Jahr 1919 findet in der Galerie Ferdinand Möller die erste Einzelausstellung statt.
Er tritt der „Berliner Secession“ und den „Münchner Expressionistischen Werkstätten“ bei.
In das letzte Drittel der 20er Jahre fällt der Ausklang seiner expressionistischen Phase.
Im Jahr 1926 übernimmt er ein Lehramt für Landschaftsmalerei, Akt- und Tierzeichnen an der Meisterschule für Kunsthandwerk in Berlin, ein Jahr später erhält er den Albrecht-Dürer Preis der Stadt Nürnberg und 1929 wird er mit dem Villa-Romana-Preis geehrt.
Ab 1935 arbeitet er als Lehrer für figürliche Malerei an den Vereinigten Staatsschulen in Berlin. 1937 werden seine Werke aus Museen entfernt und 1938 muss er seine Lehrtätigkeit aufgeben.
Nach dem Zweiten Weltkrieg bekleidet Max Kaus wieder ein Lehramt an der Hochschule für bildende Künste in Berlin, seit 1949 eine ordentliche Professur. Max Kaus – der zweiten Expressionistengeneration zuzurechnen – verstirbt am 5. August 1977 in Berlin.